Glossar · Winterdienst

Streusalz

Was ist Streusalz?

Streusalz ist Natriumchlorid, dasselbe Salz wie in der Küche, nur gröber und unbehandelt. Auf der Fläche senkt es den Gefrierpunkt des Wassers, sodass Schnee und Eis abtauen, statt liegen zu bleiben. Es wirkt schnell und ist deshalb das gebräuchlichste Streumittel im Winterdienst.

Der Preis dafür ist die Umweltbelastung. Salz gelangt mit dem Schmelzwasser in Böden und Gewässer und setzt Straßenbäumen zu. Viele Kommunen untersagen den Einsatz deshalb auf Gehwegen und schreiben dort abstumpfende Mittel vor, Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Wer Salz einsetzen darf, kann den Verbrauch senken, indem er Sole verwendet, also Salz in gelöster Form. Sie haftet besser und lässt sich vorbeugend ausbringen. Ein Ausweg aus einem Verbot ist sie nicht, denn chemisch ist Sole dasselbe Salz.

Ob Streusalz auf einer bestimmten Fläche erlaubt ist, steht in der Satzung der Kommune und nicht im Datenblatt des Streuers. Ein Blick dorthin gehört vor die Beschaffung, nicht erst nach dem ersten Bußgeld.