Sole wird im Winterdienst oft als moderne Alternative zum Streusalz verkauft. Das stimmt nur zur Hälfte. Sole ist eine Verbesserung in der Anwendung, aber sie ist kein anderes Mittel. Wer das verwechselt, riskiert ein Bußgeld. Deshalb hier zuerst der Punkt, der am häufigsten falsch dargestellt wird.
Sole ist chemisch Streusalz
Sole ist eine Natriumchlorid-Lösung, also Streusalz in Wasser gelöst. Chemisch ist es derselbe Stoff, nur in anderer Form ausgebracht.
Daraus folgt der wichtigste Satz dieses Artikels: Sole umgeht kein Streusalzverbot. Kommunale Satzungen verbieten „auftauende Mittel" oder „Salz", und zwar in fester und in flüssiger Form. Die Aussage „wo Salz verboten ist, darf man Sole einsetzen" ist falsch. Wo Streusalz untersagt ist, und das ist in vielen Kommunen auf Gehwegen der Fall, bleiben abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand vorgeschrieben. Maßgeblich ist immer die Satzung Ihrer Kommune.
Wo Sole sinnvoll ist
Auf Flächen, auf denen Salz erlaubt ist, spielt Sole ihre Vorteile aus. Das sind in der Regel Parkplätze, Zufahrten und Betriebsgelände.
- Sie haftet. Trockensalz wird von Fahrzeugen und Wind zu einem erheblichen Teil von der Fläche getragen, bevor es wirkt. Sole bleibt dort liegen, wo sie ausgebracht wurde.
- Sie wirkt sofort. Trockensalz muss erst Feuchtigkeit aufnehmen, um überhaupt zu wirken. Sole ist bereits gelöst.
- Sie lässt sich vorbeugend ausbringen, bis zu 24 Stunden vor Glättebeginn.
Der dritte Punkt ist der, der den Betrieb am meisten verändert. Wer vorbeugend streut, fährt bei angekündigter Glätte am Nachmittag statt um drei Uhr nachts unter Zeitdruck. Das macht die Schichtplanung planbar und ist bei Personalmangel oft mehr wert als jede Materialersparnis.
Wo Sole nicht hilft
Drei Grenzen sollten Sie kennen:
- Verbotene Flächen. Wo Salz untersagt ist, ist auch Sole untersagt. Dort brauchen Sie Splitt, Sand oder Blähton, und damit einen Streuer, der beides kann.
- Sole räumt nicht. Sie ist ein Streumittel gegen Glätte, kein Ersatz für das Räumen. Auf einer geschlossenen Schneedecke bleibt das Schneeschild die Hauptarbeit.
- Sie braucht Vorlauf. Der Vorteil des vorbeugenden Streuens entsteht nur, wenn jemand die Wetterlage verfolgt und rechtzeitig losfährt. Wer erst bei Glätte reagiert, hat den Vorteil verschenkt.
Feuchtsalz und Sole: der Unterschied
Beim Feuchtsalzverfahren wird trockenes Streusalz erst am Streuteller mit Sole benetzt. Das Ergebnis liegt zwischen beiden Verfahren: Das Salz haftet besser als trocken, aber die Technik streut weiter festes Material. Reine Solestreuung bringt ausschließlich die Lösung aus. Rechtlich macht das keinen Unterschied. Beides sind auftauende Mittel und fallen unter dieselben Verbote.
Die Technik: von der Mischanlage bis zum Handgerät
Rontex liefert die Soletechnik der Marke SALEE, abgestimmt auf die eigenen Fahrzeuge.
Sole selbst herstellen. Die Solemischanlage SoleXPERT mischt fertige Sole in etwa fünf Minuten. Es gibt sie mit 350-Liter-Rundtank in der Ausführung Basic und mit 700-Liter-Rundtank in der Ausführung Pro für den Dauerbetrieb. Zum Lieferumfang gehören Umfüllpumpe mit Filter, Fünf-Meter-Schlauch, Wasseranschluss, Messbecher und Soleprüfer. Der Soleprüfer ist wichtiger, als er klingt: Nur mit der richtigen Konzentration wirkt die Lösung wie vorgesehen.
Am Fahrzeug ausbringen. Der SoleMASTER 3000 3.0 ist das Sprühgerät für PKW, Pick-up, Transporter und Traktor. Standardmäßig sprüht er 3,5 Meter breit, mit Sprüh-Automatik bis 6 Meter. Er wiegt 35 Kilogramm, wird in etwa 30 Sekunden ohne Fixverkabelung montiert und aus der Kabine per Funk gesteuert. Für kompakte Fahrzeuge wie Renault Twingo, Polaris Ranger, Ford Transit Connect und Opel Combo gibt es den SoleMASTER 3000 2.0 mit bis zu 2,5 Meter Sprühbreite. Als Soletank stehen im Komplettset 325, 500 und 1.000 Liter zur Wahl.
Was kein Fahrzeug erreicht. Für Treppen, Eingangsbereiche und schmale Gehwege gibt es den SoleMASTER MINI 1.0, ein akkubetriebenes Handgerät, das die Sole mit integriertem Rührsystem in etwa einer Minute selbst herstellt. Es bringt 20 bis 30 Milliliter je Quadratmeter aus, sprüht 0,90 bis 2,0 Meter breit und schafft rund 1.000 Quadratmeter je Füllung, bis zu 15.000 Quadratmeter je Akkuladung.
Der Tank steht im Sommer nicht still
Solesprühgeräte lassen sich außerhalb der Saison weiternutzen. Am Fahrzeug bewässern Sie damit Grünflächen und Jungbäume oder reinigen Fenster und Solaranlagen mit ionisiertem Wasser. Die Wasserfördermenge liegt bei bis zu 70 Litern pro Minute. Damit steht das Gerät nicht acht Monate im Lager.
Fazit
Sole ist im Winterdienst dort die bessere Lösung, wo Salz ohnehin erlaubt ist: Sie haftet, sie wirkt sofort, und sie erlaubt vorbeugendes Streuen bis 24 Stunden vor der Glätte. Sie ist kein Weg an einem Streusalzverbot vorbei. Wer beide Flächenarten betreut, braucht Technik für beides. Die Solegeräte finden Sie unter Soletechnik, die Streuer für Salz, Splitt, Sand und Blähton unter Streutechnik.
Häufige Fragen
Darf ich Sole einsetzen, wenn Streusalz verboten ist?
Nein. Sole ist chemisch Streusalz, nämlich eine Natriumchlorid-Lösung. Kommunale Verbote treffen auftauende Mittel in fester und in flüssiger Form gleichermaßen. Wo Streusalz untersagt ist, häufig auf Gehwegen, bleiben abstumpfende Mittel wie Splitt oder Sand vorgeschrieben. Maßgeblich ist die Satzung Ihrer Kommune.
Was ist der Unterschied zwischen Sole und Streusalz?
Es ist derselbe Stoff in anderer Form. Sole ist Natriumchlorid in Wasser gelöst, Streusalz ist das feste Granulat. In der Anwendung unterscheiden sie sich deutlich: Sole haftet auf der Fläche, wirkt sofort und lässt sich bis zu 24 Stunden vorbeugend ausbringen. Trockensalz muss erst Feuchtigkeit aufnehmen und wird zu einem Teil von Wind und Verkehr von der Fläche getragen.
Was ist der Unterschied zwischen Feuchtsalz und Sole?
Beim Feuchtsalzverfahren wird festes Streusalz am Streuteller mit Sole benetzt, ausgebracht wird weiterhin Granulat. Bei der Solestreuung wird ausschließlich die fertige Lösung versprüht. Rechtlich sind beide auftauende Mittel und fallen unter dieselben Verbote.
Wie lange im Voraus kann ich mit Sole streuen?
Bis zu 24 Stunden vor Glättebeginn. Das ist der eigentliche Vorteil im Betrieb: Sie fahren bei angekündigter Glätte planbar am Tag, statt nachts unter Zeitdruck auszurücken.
Wie stelle ich Sole selbst her?
Mit einer Solemischanlage. Die SoleXPERT von SALEE mischt fertige Sole in etwa fünf Minuten und ist mit 350-Liter-Tank (Basic) oder 700-Liter-Tank für den Dauerbetrieb (Pro) erhältlich. Umfüllpumpe, Wasseranschluss, Messbecher und Soleprüfer gehören dazu, die Anlage ist ohne Vorbereitung betriebsbereit.
Welche Fahrzeuge können Sole ausbringen?
Der SoleMASTER 3000 3.0 passt an PKW, Pick-up, Transporter und Traktor und sprüht standardmäßig 3,5 Meter breit, mit Sprüh-Automatik bis 6 Meter. Für kompakte Fahrzeuge wie Renault Twingo, Polaris Ranger, Ford Transit Connect und Opel Combo gibt es den SoleMASTER 3000 2.0 mit bis zu 2,5 Meter Sprühbreite. Soletanks sind im Komplettset mit 325, 500 und 1.000 Litern erhältlich.
Wie streue ich Treppen und Eingangsbereiche mit Sole?
Mit einem Handgerät. Der SoleMASTER MINI 1.0 ist akkubetrieben, stellt die Sole mit integriertem Rührsystem in etwa einer Minute selbst her und bringt 20 bis 30 Milliliter je Quadratmeter aus. Er schafft rund 1.000 Quadratmeter je Füllung und bis zu 15.000 Quadratmeter je Akkuladung.
Kann ich die Soletechnik im Sommer nutzen?
Ja. Am Fahrzeug bewässern Sie damit Grünflächen und Jungbäume oder reinigen Fenster und Solaranlagen mit ionisiertem Wasser. Die Wasserfördermenge liegt bei bis zu 70 Litern pro Minute.